Ein Schwimmbecken im eigenen Garten zu haben, ist der Traum vieler Hausbesitzer.

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Planung

Bevor man mit dem Bau eines Schwimmbades beginnt, sollte man sich beim Bauamt der Gemeinde erkundigen, welche Auflagen es gibt. Braucht es eine Baugenehmigung? Wie groß muss der Abstand zu den Grundstücken der Nachbarn sein? Handelt es sich beim Grundstück um landwirtschaftliches Grün oder befindet es sich gar in einem Naturschutzgebiet? Plant man ein Schwimmbecken mit einer Überdachung, dann ist es ratsam zu kontrollieren, ob die Versicherung auch einen Schaden an diesem deckt.

Sind diese Fragen erst mal geklärt, dann steht der Planung nichts mehr im Wege. Für die Stelle, an der das Schwimmbecken entstehen soll, sollte man einen ebenerdigen Bereich wählen. Wählt man eine Ausrichtung nach Süden oder Südwesten, dann bleibt das Wasser im Sommer länger warm. Bäume sollten nicht zu nah am Pool stehen, ansonsten kämpft man den ganzen Sommer lang gegen das Laub im Wasser. Die Größe und Tiefe eines Schwimmbeckens hängt in erster Linie von der Größe des Gartens ab. Zudem sollte der Pool nicht die Gartengestaltung stören. Sehr häufig wird das Schwimmbecken gleich neben der Terrasse eingeplant. Ein entsprechender Sichtschutz von außen auf den Pool sollte ebenfalls bedacht werden.

Form und Größe

Die Form und Größe des Schwimmbeckens hängt vom vorhandenen Platz ab und von der Summe, die man bereit ist für diese Investition auszugeben. Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Herstellern, die Pools in jeder Größe und für jede Preislage anbieten. Das Günstigste, das der Markt hergibt, sind aufblasbare Pools, die meist aus PVC oder Polyester bestehen. Der Vorteil liegt unter anderem darin, dass der Pool relativ schnell umgestellt und irgendwo anders positioniert werden kann.

Ein Schwimmbad, das vollständig in die Erde eingelassen ist, ist um vieles teurer. Es gibt sowohl vorgefertigte Kunststoffbecken als auch Becken aus Beton, die vor Ort gegossen werden. Preislich sind die Grenzen hier nach oben offen, denn man muss auch die Verfliesung, die Pumpe, die Filter, die Heizung, die Beleuchtung, die Abdeckung usw. hinzurechnen. Ein gut isoliertes Becken kann einen Teil der Kosten für den Bau durch die verminderten Heizkosten wieder kompensieren. Die Kosten lohnen sich, wenn man sich sicher ist, dass man das Schwimmbecken in den nächsten Jahren regelmäßig nutzt.

Wenn man den Bau eines Schwimmbeckens angeht, sollte man für die Planung und Ausführung unbedingt auf Experten zurückgreifen. Diese berechnen die Betriebskosten, die jährlich anfallen, nämlich relativ genau. Die höchsten variablen Kosten sind mit Sicherheit die Heizkosten, diese können durch eine Abdeckung aber deutlich gesenkt werden.

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Pflege des Pools

Sobald der Pool fertig ist, muss er mit Wasser gefüllt werden. Am besten eignet sich Leitungswasser, denn das ist normalerweise sauberer als Wasser aus Brunnen. Wichtig ist, dass man sich bewusst ist, dass ein Schwimmbecken regelmäßig gesäubert werden muss. Eine Plane oder gar eine mobile Überdachung hilft dabei beträchtlich. Auch die Heizkosten reduzieren sich dadurch. Damit das Wasser im Pool sauber bleibt, braucht es eine leistungsfähige Umwälzpumpe mit entsprechenden Filtern. Aber auch die Pumpe braucht regelmäßige Wartung.

Damit das Wasser sauber bleibt, braucht es auch die richtige Menge an Chlor, Algenverhütungs- und Flockmittel. Wichtig ist auch die Überprüfung der Wasserqualität und des pH-Wertes. Entscheidend ist dabei die Dosierung, denn ein zu niedriger pH-Wert für zu Korrosionen an den Armaturen, ein zu hoher zu Reizungen der Augen und der Schleimhäute. Nicht zu vergessen ist die regelmäßige Reinigung der Filteranlage. Kartuschen- und Sandfilter müssen regelmäßig gewechselt werden. Mit einem Bodensauger kann man groben Schmutz entfernen. Ein Skimmer sorgt dafür, dass Blätter und andere schwimmende Verunreinigungen abgesaugt werden. Auch die Pooltreppe braucht Pflege, ansonsten wird sie rutschig und zu einer Gefahr für die Poolnutzer.

Der Pool im Winter

Der Pool muss außerdem auf die kalte Jahreszeit vorbereitet werden. Rohre, Zuleitungen und Pumpen müssen entleert werden, ansonsten läuft man Gefahr, dass diese durch gefrierendes Wasser kaputt gehen. Im Schwimmbecken selbst sollte auch im Winter etwas Wasser vorhanden sein. Dadurch behält es die Stabilität und das Fundament und die Wände werden vor Frostschäden geschützt. Als Faustregel gilt, dass der Pool bis zu etwa einem Drittel unter der üblichen Wasserlinie entleert und abgedeckt werden soll.

Das Poolwasser kann nicht einfach in die Abwasserkanalisation oder in ein Gewässer gepumpt werden. Eine Möglichkeit besteht darin, das Wasser auf dem eigenen Grundstück langsam sickern zu lassen. Der Chlorgehalt darf in einer solchen Situation nicht zu hoch sein (0,1 Milligramm pro Liter), ansonsten werden die Pflanzen und der Boden geschädigt. Grundsätzlich reicht es, ein paar Wochen vor der Entleerung mit dem Chloren aufzuhören.

Pool kindersicher machen

Eine Abdeckung ist nicht nur aus hygienischen Gründen und wegen der Reduzierung der Heizkosten wichtig, sie dient auch als Schutz für Kinder und Haustiere. Auf dem Markt gibt es kostengünstige PVC-Folien, die bis zu 100 Kilogramm Belastung aushalten. Grundsätzlich erkennt man sichere Poolabdeckungen daran, dass sie die Wasseroberfläche nicht berühren.

Sobald sich Kinder im Schwimmbecken aufhalten, sollte sich immer etwas Schwimmendes im Pool befinden. Das können Schwimmbretter, Schwimmreifen, Luftmatratzen oder ähnliche Gegenstände sein. Auch eine Leiter sollte immer vorhanden sein, damit Benutzer notfalls über diese den Pool verlassen können. Ratsam ist es auch den Beckenrand so zu gestalten, dass man sich dort festhalten kann. Das wichtigste jedoch ist, dass man Kindern den richtigen Umgang im Pool erklärt. Auch wenn die Kinder schwimmen können, sollte man sie trotzdem nie unbeaufsichtigt in das Schwimmbad lassen.