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Mit dem Austausch der alten Holzfenster so lange wie möglich warten. Wenn man sie richtig pflegt und im Bedarfsfall auch saniert, können alte Holzfenster noch lange ihre Dienste tun.

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Wie werden Holzfenster optimal gepflegt?

Bei alten Holzfenstern gilt grundsätzlich: Pflegen ist besser, als später zu sanieren, denn wenn man die Holzfenster richtig pflegt, zögert man eine Sanierung noch lange hinaus. Wie und vor allem wie oft Fenster gepflegt werden müssen, hängt von der verwendeten Holzart ab, mit welchem Material die Fenster angestrichen sind oder welchen Witterungsbedingungen sie ausgesetzt sind.

Neben der allgemeinen Reinigung der Fensterscheiben, sollten alte Holzfenster zwei Mal pro Jahr einer gründlichen Pflege unterzogen werden. Werden die Fenster gepflegt, dann sollten alle Fensterkomponenten miteinbezogen werden. Fensterscheiben werden in der Regel mit klarem Wasser und einem weichen Tuch geputzt. Zum Trocknen bzw. Polieren verwendet man sehr oft ein Fensterleder. Sind die Fenster stark verschmutzt, können geringe Mengen an Reinigungsmittel hinzugefügt werden.

Da der Holzrahmen im Außenbereich der Witterung ausgesetzt ist, können Wasserflecken entstehen. Diese können mit gewöhnlichen Reinigern wie Aceton, Spiritus oder Waschbenzin entfernt werden. Durch diese Art von Reinigung beugt man auch gegen Pilzen, Grünalgen und Harzaustritt vor. Im Handel bekommt man auch Pflegemilch, die neben dem Schutz von Witterungseinflüssen auch kleine Kratzer, Haarrisse oder Hagelschäden verschließt.

Dichtungen und Beschläge nicht vergessen 

Wichtig ist auch, die Dichtungen und Beschläge zu pflegen und zu reinigen. Beschläge lassen sich am besten mit einer weichen Bürste reinigen. Zudem sollten die Beschläge mit einem säure- und harzfreien Schmiermittel ohne Silikon geölt werden. Mit Wasser und einem Haushaltsreiniger lassen sich die Dichtungen am besten vom Schmutz befreien. Bei der Reinigung der Fensterrahmen sollte man auch kontrollieren, ob Schäden am Holz oder an den Dichtungen vorhanden sind. Diese sollte man umgehend beseitigen, denn durch Risse oder abblätternden Lack kann Wasser in das Holz eindringen, was wiederum dazu führt, dass es zu faulen beginnt. Bei der Reinigung sollte man lieber auf aggressive Scheuermittel verzichten.

Sanierung alter Holzfenster

Regelmäßige Sanierung der Fenster bedeutet eine lange Lebensdauer für die Fenster. Selbst wenn Holzfenster bereits undicht oder unansehlich sind, ist das noch kein Grund diese auszutauschen. Erst wenn über 20 Prozent der Substanz marode ist, sollte man über einen Austausch nachdenken.

Fensterflügel

Müssen Fenster saniert werden, dann sollte man bei den Fensterflügeln beginnen. Als erstes sollte poröser oder abblätternder Lach mit einem entsprechenden Gerät abgeschabt werden. Dafür eignet sich entweder eine Spachtel oder ein Stechbeitel. Fehlen Holzstücke im Rahmen, muss man diese mit Spachtelmasse schließen. Sobald die Spachtelmasse trocken ist, muss die überflüssige Masse abgeschliffen werden. Fehlen größere Holzteile, dann kann man dort auch ein geeignetes Stück Holz einfügen und anschließend mit Spachtelmasse einarbeiten und verschließen. Sobald die Spachtelmasse getrocknet ist, sollte der Anlauger mit einem Schleifschwamm eingearbeitet und anschließend mit Wasser wieder entfernt werden. Sobald die Fensterscheiben abgeklebt sind, kann man mit der Entfernung des Lackes beginnen. Dazu eignet sich entweder ein Schleifholz oder ein Elektroschleifer. Danach erfolgt das Grundieren und dann das Lackieren. Bevor die zweite Farbschicht aufgetragen wird, ist es ratsam, die Oberfläche mit einem feinen Schmirgelpapier anzurauen.

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Fensterkitt und Fensterdichtungen

Stellt man fest, dass das Silikon schadhaft ist, dann kann man es mit einem scharfen Messer, einer Rasierklinge oder einem Tapetenmesser entfernen. Diese Arbeit sollte man vor dem Sanieren der Holzflächen durchführen. Nachdem man das schadhafte Silikon abgelöst hat, beginnt man mit dem Erneuern der Fugen mit neuem Silikon. Wichtig ist, dass man die Silikonreste im Anschluss mit Spülmittel entfernt.

Fensterrahmen

Beim Fensterrahmen geht man ähnlich vor, wie bei den Fensterflügeln. Zuerst entfernt man den Lack und repariert eventuelle Schäden mit Spachtelmasse. Danach wird grundiert und lackiert.

Fenstergriffe und Verschlüsse

Mit der Zeit kann es passieren, dass die Fenstergriffe und die Verschlüsse eine Patina ansetzen. Dagegen kann man mit geeigneten Putzmitteln vorgehen. Weisen Fenstergriffe Roststellen auf, dann müssen diese entfernt werden. Im Anschluss kann man Fenstergriffe mit einer rostfesten Farbe neu streichen.