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Mansardendach, Walmdach, Satteldach, Flachdach, Zeltdach, Pultdach: Die Unterschiede zwischen diesen und anderen Dachformen sind teilweise gravierend und beeinflussen das Gesamtbild eines Gebäudes.

Außerdem legt die Dachform fest, wie das Dach genutzt werden kann. Auf einem Flachdach findet beispielsweise eine Dachterrasse Platz. Spielt man mit dem Gedanken eine Solaranlage auf das Dach zu stellen, dann braucht es beim Flachdach ein Trägergerüst, weil die notwendige Steigung fehlt. Ein mediterranes Zeltdach erlaubt weder den Ausbau des Dachgeschosses, noch den Einbau von Gauben oder die Installation einer Dachterrasse. Wer das Dach ausbauen und als Wohnraum nutzen möchte, braucht eine gewisse Höhe und vor allem Licht. Dafür sorgen Dachflächenfenster oder Dachgauben. Dachloggia oder Dachterrasse geben Freiraum in luftiger Höhe.

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Mansardendach

Das Mansardendach ist nach dem französischen Architekten und Baumeister Francois Mansard benannt und stammt ursprünglich aus der Barockzeit. Es zeichnet sich durch seine zweigeteilte Konstruktion aus, die es ermöglicht unterhalb geräumigen und hellen Wohnraum zu erschließen. Weil die Dachfläche am Übergang der beiden unterschiedlich steilen Dachteile gebrochen wird, ist das Mansardendach aus architektonischer Sicht eine besondere Herausforderung. Aus diesem Grund ist eine aufwändige Konstruktion des Sparrenfußes notwendig. Typisch für Mansardendächer sind zahlreiche aus dem Dach ragende Dachgauben.

Satteldach

Das Satteldach ist das beliebteste Dach im deutschsprachigen Raum. Es weist zwei geneigte Dachflächen auf, die sich im höchsten Punkt treffen. Die Seitenneigung der beiden Flächen ist dabei normalerweise gleich groß. Auf Wunsch integriert der Architekt auch ein Dachfenster ins Satteldach. Der große Vorteil des Satteldachs ist seine Selbstreinigungsfunktion. Als Steildach konzipiert, fließt Regenwasser optimal ab und kann nicht in den Dachstuhl eindringen. Allerdings birgt ein steiles Satteldach eine erhöhte Gefahr für Dachlawinen. Ein weiterer Nachteil ist, dass aufgrund der beiden Schrägen relativ viel Wohnraum verloren geht.

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Flachdach

Das Flachdach ist an sich die einfachste Dachform, doch ein wesentliches Kriterium muss beachtet werden. Bei einem Dach mit Neigung fließt das Wasser ohne größere Probleme ab, bei einem Flachdach ist die Gefahr groß, dass es nicht zur Gänze abfließen kann und sich mit der Zeit sammelt. Daher müssen Bauarbeiter beim Flachdach absolut sorgfältig arbeiten und dürfen in der Abdeckung nicht die kleinste Lücke lassen. Durch die fehlenden Dachschrägen kann der Wohnraum besonders effizient genutzt werden. Insbesondere bei kleinen Grundstücken ist das Flachdach eine interessante Möglichkeit, weil es als Garten oder Terrasse genutzt werden kann.

Walmdach

Das klassische Walmdach setzt sich aus zwei trapezförmigen Hauptdachflächen und zwei dreieckigen Walmdachflächen zusammen. Dadurch hat diese Form des Daches eine herausragende Stabilität. Da das Walmdach weniger Angriffsfläche für Sturm und Wind hat, hat diese Form von Dach auch eine längere Lebensdauer. Neben dem klassischen Walmdach sind auf dem Markt auch einige Unterformen zu finden.

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Zeltdach

Das Zeltdach ist die seltenste Bauform aller Dächer, das in der Regel nur auf einem quadratischen Grundriss errichtet werden kann. Typisch ist, dass es nach allen Seiten hin symmetrisch ist und im sogenannten Firstpunkt zusammen verläuft. Mit dieser Dachform hat man den großen Vorteil, dass das Gebäude eine geringe Gesamthöhe erreicht. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich, ähnlich wie beim Flachdach, mehr Wohnraum bei gleichbleibender Gesamthöhe im Vergleich zum Walm- oder Satteldach ergibt.