Sie schaffen eine behagliche Atmosphäre und erfreuen sich großer Beliebtheit: Böden aus Holz. Die Farbe und Maserung, aber auch die Strapazierfähigkeit hängen stark von der gewählten Holzart ab. Je nach Ansprüchen und Bedürfnissen des Nutzers kann zwischen unterschiedlichen Macharten und Preisklassen gewählt werden – ob Massivholzdielen, Parkett oder Fertigteile.

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Holzarten

Entscheidend bei der Wahl der passenden Holzart für einen Bodenbelag ist vor allem die Strapazierfähigkeit. Weichhölzer sind anfälliger für Kratzer und Druckstellen und eignen sich daher für weniger stark begangene Räume wie Schlafzimmer oder andere Wohnräume. Weiche Holzarten wachsen zumeist in den kälteren Regionen der Welt, sind immergrün und in der Regel Nadelhölzer wie Fichte, Tanne, Lärche und Kiefer und Douglasie.

Harte Hölzer sind wesentlich robuster und widerstandsfähiger, dafür aber auch teurer in der Anschaffung. Dank ihrer Druckfestigkeit und Zähheit eignen sich harte Holzarten auch für Wohnräume mit stärkerer Beanspruchung, da sie sich nicht so schnell abnutzen. Die Auswahl der Harthölzer ist vielfältig und reicht von Laubhölzern wie Eiche, Buche und Ulme bis hin zu Ahorn, Robinie und Kastanie. Diese Holzarten bieten eine große Bandbreite an Farben und Maserungen.

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Dielenböden

Dielenböden eignen sich sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich. Sie bestehen aus gespundeten Hobeldielen, d.h. sie sind seitlich mit Nut und Feder versehen, und haben eine Dicke von 19,5 mm bis 35,5 mm. Die mögliche Länge reicht bis zu 6 m. Zur Herstellung von Dielen werden zumeist Nadelhölzer wie Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche oder Douglasie verwendet. Aber auch Laubhölzer wie Eiche, Buche und Ahorn kommen vermehrt zum Einsatz. Die Dielenhölzer werden meist auf Lagerhölzern oder auf einem Unterboden aus Werkstoffplatten verlegt.

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Parkettböden

Parkettböden unterscheiden sich grundsätzlich hinsichtlich ihres Aufbaus: Einschichtparkett aus massiven Elementen und Mehrschichtparkett aus mindestens zwei Schichten, deren oberste aus mindestens 2,5 mm starkem Holz besteht. Des Weiteren kann man Parkett in Bezug auf die Abmessungen der einzelnen Elemente, auf die Verlegeeinheit und das Oberflächenbild unterscheiden.

Zu den Einschicht-Parkettarten zählt etwa das klassische Stabparkett, das in den Mustern „Schiffsboden“ oder „Fischgrät“ verlegt werden kann. Daneben gibt es auch Mosaikparkett, das ein traditionelles Würfelmuster aus parallelen Lamellen aufweist. Beide Parkettarten werden für gewöhnlich mit dem Untergrund (Estrich oder Trockenunterboden) verklebt und erfordern bei der Verlegung umfangreiches Fachwissen und handwerkliche Erfahrung.

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Fertigparkett oder Mehrschichtparkett

Heute ersetzt die Bezeichnung „Mehrschichtparkett" aufgrund der europäischen Normung die bisher gebräuchliche Bezeichnung „Fertigparkett“. Es handelt sich hierbei um die kostengünstigste Parkettart, die sich meist aus drei Holzschichten zusammensetzt, welche immer abwechselnd in entgegengesetzter Richtung übereinander verlegt werden: eine Nutzschicht aus Vollholz, eine Mittellage und zuunterst eine weitere Gegenzugschicht. Die Oberflächenschicht aus Vollholz ist fertig behandelt (geölt oder lackiert), die darunter liegenden zwei weiteren Schichten bestehen zumeist aus billigerem Holz oder Holzwerkstoffen.

Die Verlegung von Fertigparkett erfolgt meist „schwimmend“, das heißt ohne Verbindung zum Untergrund, nur mittels Nut und Feder an den einzelnen Elementen. Durch den abgesperrten Aufbau und die Verklebung der Schichten wird dennoch eine hohe Stabilität gewährleistet. Bevorzugte Holzarten für Mehrschichtparkette sind Eiche, Buche, Esche, Ahorn und Birke. Bei der Musterung, der Farbe und Verlegeart bieten Baumärkte eine große Auswahl.

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Behandlung und Pflege

Damit Holzfußböden möglichst lange ästhetisch und gepflegt bleiben, werden sie mit verschiedenen Materialien behandelt. Öle und Wachse beispielsweise verleihen dem Holz einen seidigen Glanz und lassen seine Oberfläche „atmen“. Bei der anschließenden Pflege ist diese Behandlungsart allerdings mit einem größeren Aufwand verbunden. Geeignete Pflegemittel sorgen etwa dafür, dass die Öl- oder Wachsschicht nicht abgeschrubbt, sondern immer wieder erneuert und aufgefrischt wird. Diese Pflegemittel bilden nämlich eine Verschleißschicht und schützen die Dielen somit vor feinen Kratzspuren. Zudem verhindern sie auch, dass der Schmutz anhaftet.

Von „Versiegelung“ spricht man hingegen, wenn Lacke zur Oberflächenbehandlung verwendet werden. Will man das natürliche Holzbild betonen, verwendet man transparente Lacke; mit deckenden Lacken kann man hingegen gewünschte Farbkonzepte umsetzen. Lackierte Böden sind generell leichter zu pflegen als geölte oder gewachste. Auch sie können zur Auffrischung mit speziellen Pflegemitteln behandelt werden.

Zur Renovierung von Holzböden kann die oberste Schicht an- oder komplett abgeschliffen und anschließend wieder erneuert werden. Sogar bei Fertigparkettböden ist dies möglich, sofern die Nutzschicht eine ausreichende Dichte von mindestens 4 mm besitzt.