Nach vielen Jahren oder gar Jahrzehnten kann ein Putz durchaus Schäden aufweisen. Wenn man sich dafür entscheidet, den Putz zu sanieren, muss man nicht gleich den Putz des ganzen Gebäudes erneuern. Je nachdem wie groß und intensiv die Schäden sind, ob der Untergrund ebenfalls beschädigt ist und wie hoch die grundsätzliche Belastung für den Putz an dieser Stelle ist, lassen sich verschiedene Maßnahmen in Angriff nehmen. Sobald die Entscheidung steht, den Außenputz auf Vordermann zu bringen, sollte man zuerst analysieren, warum es zu den Schäden kam.

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Entstehen die Schäden aufgrund von Feuchtigkeit und Rissen?

Ist dies der Fall, dann muss man überprüfen, woher die Feuchtigkeit kommt. Ist Regenwasser dafür verantwortlich oder kommt die Feuchtigkeit vom Mauerwerk? Sind Risse nur auf dem Putz vorhanden oder ziehen sich diese bis ins Mauerwerk hinein?

Wie groß sind die Flächen, auf denen sich der Putz löst?

Der erste Schritt: Als erstes muss der Untergrund und das Haftverhalten des Putzes überprüft werden. Die Festigkeit des Putzes kann durch Aufritzen festgestellt werden. Mit einer punktuellen Befeuchtung kann man feststellen, wie der Putz die Feuchtigkeit aufsaugt. Durch das Abklopfen der Wand kann man feststellen, ob es Hohlräume gibt. Mit einer Bohrprobe kann man die Haftkraft der Putzschichten untereinander überprüfen. Eine qualitative Überprüfung  des Putzes kann man mit einem sogenannten Reiß- und Zugfestigkeitstest durchführen. Mit einem Brenntest kann man die anorganischen und organischen Schichtbestandteile überprüfen.

Treten Risse an der Wand auf, sollte man erkunden, wie diese Risse entstehen. Eine Möglichkeit, um zu einem Ergebnis zu kommen, wäre einen Riss mit Gips zu füllen. Diese Stelle sollte über einige Wochen beobachtet werden. Reißt der Gips auf, bedeutet das, dass sich die Wand bewegt und man die Ursache dieser Bewegung suchen muss. Reißt der Gips nicht auf, dann reicht es in der Regel aus, diese Stelle entsprechend zu sanieren.