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Hydraulischer Abgleich

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Eine Heizungsanlage besteht grundsätzlich aus einem Heizkessel und einem Brenner, den Rohrleitungen und Heizkörpern sowie einer Regelung. Zum Duschen oder Baden wird das Wasser mit Hilfe eines Warmwasserspeicher oder eines Durchlauferhitzers erwärmt. Damit alle Komponenten optimal funktionieren, ist es wichtig, dass sie bestmöglich aufeinander abgestimmt werden. Dazu braucht es den hydraulischen Abgleich.

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Hydraulischer Abgleich

Heizen und kühlen mit dem besten Wirkungsgrad

Sicherlich kennen Sie das: Ihre Küche ist zu warm, der Heizkörper im Bad morgens zu kalt. Und das obwohl Sie die Heizkörperthermostate richtig eingestellt haben. Dazu kommt ein Gluckern oder Rauschen in den Heizkörpern – trotz Entlüften.

Diese Anzeichen deuten darauf hin, dass Ihre Heizungsanlage nicht optimal eingestellt ist.

Grafik: Baufehler in der Anlage bzw. fehlender oder ungenauer Abgleich

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Komfort erhöhen – Verbrauch senken

Aber eine nicht optimal eingestellte Heizung verursacht nicht nur Komforteinbußen. Sie kostet auch viel Geld und schadet langfristig der Umwelt. Ohne präzisen hydraulischen Abgleich besteht keine optimale Wärmeverteilung im Haus. Dabei gilt: je näher der Heizkörper am Kessel ist, desto schneller wird er warm und desto heißer wird er.

Dahinter liegt das einfache physikalische Grundprinzip, dass Wasser sich den einfachsten und damit den kürzesten Weg zum Ausgangspunkt, also dem Heizkessel, sucht. Zu spüren bekommen das oft die Mieter in den oberen Stockwerken, deren Heizkörper am weitesten vom Heizraum entfernt sind. Oft wird dann die Vorlauftemperatur erhöht, um die höchsten Stockwerke mit ausreichend Wärme zu versorgen. Dies führt zu einem unnötig hohen Energieverbrauch. Nachhaltig löst man das Problem nur durch einen präzisen hydraulischen Abgleich.

Dieser sorgt für die richtige Verteilung der Energiemengen in Ihrer Heizungsanlage und gewährleistet, dass alle Heizkörper in allen Räumen gleichmäßig und richtig erwärmt werden. Nach dem Abgleich geben alle Heizkörper die richtige Leistung ab und Sie heizen und kühlen Ihr Gebäude mit dem besten Wirkungsgrad. Denn wenn die Wärmeenergie richtig verteilt ist, reicht es aus, das Heizungswasser gerade so weit zu erwärmen, dass die gewünschte Behaglichkeit in allen Räumen erreicht wird – ohne dass einzelne Heizkörper zu kalt oder zu warm sind.

Grafik: Optimale Wärmeverteilung nach dem Abgleich

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Aufwand

Der hydraulische Abgleich ist der erste Schritt zu mehr Energieeffizienz und einer optimierten Heizung, die auf die jeweilige Gebäudesituation perfekt abgestimmt wird. Kein Aufstemmen von Wänden, keine Baustelle in Ihren vier Wänden, keine Öffnung des wasserführenden Systems. Die Optimierung erfolgt bei laufendem Betrieb und bedarf meist nur weniger Stunden und ist dadurch deutlich kostengünstiger als bautechnische klassische Renovierungsarbeiten.

Zu guter Schluss:

Eine nur 1°C höhere Raumtemperatur verursacht bereits eine Steigerung des Verbrauchs und folglich der Kosten um satte 6 %.